abschied hamburg, 15.10.200417:30 h. es ist unglaublich. die phiestaner trudeln auf dem bahnsteig am dammtor-bahnhof ein. inmitten des laerms, des wochenendverkehrs stehen wir da zusammen, trinken noch mal astra, das der gute leon mitgebracht hat, hoeren "studio one ska". der saure kreist. die leute um uns herum gucken irritiert. wir stossen ein ums andere mal an und koennen es nicht glauben, dass wir uns erst in ueber fuenf monaten wieder sehen. chartert ein flugzeug, einen phiesta-jet nach sansibar, denke ich. noch drei minuten, wir hoeren ein letztes mal "I want justice" von delroy wilson, all die gesichter. das ist phiesta. dann rauscht der zug rein. schnell die ska-CD eingesteckt, die nehme ich doch mit, eine einzige CD, wer weiss, mit wem wir dabei freundschaft schliessen werden. noch mal den dode gedrueckt, mir wird ploetzlich ganz anders. dann steigen wir schnell ein, aber dieser abschied ist ganz anders als vor acht jahren vor meiner letzten grossen tour. damals war die zukunft nur ein nebel. diesmal habe ich ein zuhause, auf das ich mich jetzt schon freue: st. pauli und die phiestaner. die bande steht auf dem bahnsteig, wir schon im waggon, die tuer geht zu, wir setzen uns in bewegung, anja und petra auch, sie laufen neben dem waggon her. ich sehe genau, dass anja erbsenaugen hat, aber woldo und ich erst mal! wir sind ganz mitgenommen von diesem ruehrenden abschied. und klar ist: no sleep till pauli after kapstadt! -nbo |